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© Dieter Kist

Extremes Leben


Extremes Leben: Sicherlich kann das erkennbare erdähnliche Leben nur in vergleichbaren habituellen Zonen bestehen, aber über diesen erdähnlichen Nenner kann das Leben als solches nicht definiert werden. Die Grenzen der Lebensdefinition wurden und werden immer häufiger verändert und scheinbare Ausschlusskriterien ausgeschlossen. Extreme Veränderungen sind mit ihren Folgen auch auf der Erde bekannt. So hat das ursprüngliche Leben auf der Erdoberfläche nur sehr wenig mit dem heutigen Leben auf der Erde gemein. Über Jahrmilliarden gab es Gewinner, das Leben heute, und Verlierer, wie z.B. die Saurier und das Mammut.  

Immer wieder werden grundlegende wissenschaftliche Überlegungen von nahezu konträren Erkenntnissen abgelöst. Bedeutende Ablösungen sind: die Erde als Mittelpunkt des Universums sowie komplett geschaffene Wesen. Diese Erkenntnisse haben bisher aber noch nicht dazu geführt, den universellen Lebensbegriff deutlich zu korrigieren.




Kleiner Auschnitt des "Pando-Waldes" im Fishlake National Forest in Utah, USA
Autor: J Zapell; gemeinfrei; aus P.M.

Beispiele bekannter Extravaganzen: Natur groß: Der größte Einzelbaum, ein Riesenmammutbaum in Kalifornien (Höhe ca. 84 m, 1500 m3 Holz, Alter ca. 2500 Jahre), eine Silberpappel in Utah mit 47.000 Baumstämmen hat ein gemeinsames Wurzelwerk (Fläche 43,6 ha, Gewicht ca. 6000 t, ca. 80.000 Jahre alt). Natur klein: Erwachsene Menschen werden von ca. 100 Billionen meist lebenswichtigen Bakterien besiedelt. laut PM (02/10) werden diese weltweit auf 5 Quintillionen geschätzt (5 mit 30 Nullen). Extremophile sind Lebe-wesen, die sich extremen Umweltbedingungen angepasst haben.
So z.B.: (Nach Wikipedia) Thermopilie: bei 80°C und mehr; Psychrophile: bei 15ºC und niedriger; Kryophile: unter −10°C angepasst; Halophile: Leben in hoher Salzkonzentration; Methanophile: Leben in Methankonzentration; Alkaliphile: Leben in Lauge, pH 9 und höher; Acidophile: Leben in Säure, pH 3 und niedriger; Barophile: Organismen, die unter hohem Druck leben; Radiophile: strahlungstolerierende Organismen; Endolithe: Leben im Inneren von Gesteinen; Oligotrophe: Organismen, in nährstoffarmer Umgebung; Toxitolerante: Organismen, die Giftstoffen oder Strahlung widerstehen können; Xerotolerante: Leben in wasserarmer Umgebung.

Bekannte Wellenstrahlungen von Organismen (Beispiele): Das Organ für elektrische Spannungen bei ca. 250 Fischarten heißt Elektroplax (z.B. Zitteraale, -rochen, -welse); es dient der Lähmung der Beutetiere. Zahlreiche Tiere nutzen den Ultraschall (Biosonar) zur Orientierung und zur Kommunikation (z.B. Fledermäuse, Wale). Biolumineszenz: Erzeugung von Licht durch Leuchtorgane (z.B. Pilze, Insekten, Quallen, Bakterien). Nervensysteme, -netze, Photosynthese halten durch elektro-magnetische Prozesse ihre Lebewesen in Funktion. Schwarmverhalten (Fische, Vögel, Insekten) und Herdenbildung (Säuger) deuten durch Präzision und Orientierung eine gemeinsame ausrichtende Quelle (Pool) an.

Beispiel organische Kompostierung: Küchen- und Garten-abfälle werden auf einem dafür vorgesehenen Platz von Mikroorganismen und kleinen Tieren, Pilzen und Pflanzen nach Kohlenhydraten und Fetten durchgearbeitet. Beim Abbau der Stoffe werden ca. 20% für den lebensnotwendigen Stoffwechsel gebraucht und ca. 80% als Wärmeenergie freigesetzt. Das Leben auf der Erdkruste ist im Prinzip ein permanentes Umschichten der Ressourcen.

Ein Leben unterhalb der Erdkruste erscheint mir wahrscheinlich. Anscheinend kommt alles Erd-Leben aus einer flüssig/viskosen Masse, wie sie auch unterhalb der Lithosphäre im Erdmantel existent ist. Die extremophilen Organismen deuten einen subjektiven Bedarf an Lebensbedingungen an. Dieser Gedanke, noch extremer ausgeführt, lässt ein Leben innerhalb der Erde bei Temperaturen zwischen 400°C  (schwarzer Raucher) und ca. 6000°C  (Erdkern) zu.

Es müssten Überlegungen angestellt werden, wie bei Temperaturen von ca. 5000°C innerhalb der Planeten und der Sonne (Sonnenflecken) Lebewesen existieren können. Kieselsäure könnte bei bestimmten Temperaturen den Lebensvoraussetzungen entgegenkommen.



Hydrothermalfeld am Mittelatlantischen Rücken Autor: Marum (Universität Bremen); CC-BY 4.0