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© Dieter Kist

Zuwachsepochen

Bei den Kratonen handelt es sich um sehr alte Krustenteile der Erde. Vom angenommenen Ursprung, ob vor 4,5 Mrd. Jahre oder wann auch immer, bildete sich einige Mrd. Jahre lang  eine sich anpassende Oberfläche, da diese sich zumindest anfänglich im Plasma-Bereich ihres Sterns der Sonne entwickelte und somit viskos war. Diese viskosen Massen waren organisches Leben oder mit Leben durchzogen. Hier zum Vergleich z.B.  heutiges Leben wie Wale, Fischschwärme,  Hallimasch oder auch Bakterien. Leben, dass sich zu unseren Temperaturen entwickelt hat. Leben von Mrd. von Jahren ist in der physiologischen, geologischen wie biologischen Entwick-lung entsprechend entfernt (durch Umfeld und Temperatur).
In der Natur des biologischen Lebens ist das Wachstum und die Mehrung der Wesen quasi vorgegeben. Die Folge ist bei Sternen und Planeten (Sonnenflecken); die Kraftfelder werden mächtiger und benötigen mehr Distanz, Sonnenflecken werden zu Planeten in dem sie den Plasma-Bereich „verlassen“. Das hat aber auch eine neuartige Entwicklung zur Folge, die sich auch als Mutation erklären lässt und somit eine ständige Anpassung (bei ausreichender Entwicklungszeit) an neue Gegebenheiten zulässt.
Hier scheint eine erkennbare Entwicklungsscheide auf der Erdkruste Präkambrium/Kambrium zu sein. Die sich entwickelnde Erdatmosphäre schützte immer mehr den Sauerstoffgehalt. Durch Pflanzenhochzeiten wurde eine besondere Sättigung  vor 500–600 Mill. Jahren erreicht, der Sauerstoffgehalt von heute vor etwa 350 Mill. Jahre.


Karte West-Gondwanas mit Kratonen

CC BY-SA 3.0; Autor:Woudloper (Wikipedia)


Bedeutende Kratone sind in Südamerika: Amazonien, San Francisco, Rio Apa und Rio de la Plata; sowie  in Afrika: West-Afrika, Kongo, Kalahari, Tansania. Zwischen der ursprünglichen Kruste aus Kratonen (eventuell vor 3,5 Mrd. J. ; in der Skizze: Umbra), ist das  neu dazu gewachsene Land, wobei Wasser, Ozean nicht von jeher eine  Rolle spielte (sandfarben).  So war zwischen dem Kalahari-Kraton und dem Kongo-Kraton  vor ca. 700 Millionen Jahren ein Ozean, der  sein Wasser an tiefer gelegene Aufbrüche der Erdkruste abgab (begründet z.B. die Tradition der Lachs-Wanderwege) und sedimentierte.


Ball und Orange deuten das Größenverhältnis Erde vor ca. 180 Mill. J. zu heute an. Die Billardkugel eine Größe der Erde vor ca. 3,5 Mrd. Jahren. Größenvergleich entspricht in etwa Erde (Heute), Mars und Mond; Grafik: Dieter Kist


Die Kruste, die ständig den kalten Temperaturen der Umgebung, des Weltraumes ausgesetzt ist, wird starr und spröde. Der  stets anwachsende  Erdkörper unterhalb der festen Kruste und des festen äußeren Mantels  kann innerhalb der viskosen Massen expandieren, wenn er die Kruste sprengt. Die Folge solcher Aufsprengungen sind tief gelegene Ozeanebenen, die sich umgehend mit Wasser füllen. So können höher gelegene Ozeanteile und Meere ihr Wasser verlieren und eventuell über Jahrhunderte trocken und fossil fallen; auch Salzlager konnten entstehen.

Anders beim Mittelmeer: vor 180 Mill. J. bildeten die zusammen hängenden Kontinente Europa, Asien und Afrika zirka 60% der Erdkruste; durch Bildung und anwachsen des Atlantik- und Pazifikbruches (Meeresrücken) entfernten sich Amerika und Australien usw. vom Großteil der Kruste. „Peu à peu“ je nach statischer Gegebenheit wurde durch Brüche die Kruste dem neuen Umfang angepasst.

So entstanden kontinentale Kalotten, deren Ränder als tiefste Masse in den Erdkörper eindrangen und das Mittelmeer erzeugten (vergleichbar Tiefseerinnen). Zwischen den erdgeschichtlichen Kontinent Baltika, (der vor ca. 570 - 550  Mill. J. entstand) und dem Kraton (Mittel Sibirisches Bergland) erhob sich vor etwa 540 Mill. J. der bis zu 1900m hohe etwa 2400km lange Ural, der heute als Trennlinie zwischen Europa und Asien gilt. Der Ural entspricht meines Erachtens dem heutigen Meeresrücken und war somit der Zuwachsbruch, der Baltika und Sibirisches Bergland auseinander scheren lies.



Großlandschaften und wichtigste Flüsse Sibiriens; CC BY-SA 3.0 Autor: Ulamm  
Eine Industrie-, Bodenschatzkarte finden sie unter:°https://www.bpb.de/internationales/europa/russland/48404/wirtschaft