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© Dieter Kist


Piktogramme

 

 

Die Erfinder der Schrift haben sich sicherlich Gedanken zu Form, Symbolik und Inhalt der Buchstaben gemacht, auch wenn dieser Prozess über Jahrhunderte verlief. Mir stellte sich die Frage nach dem konkreten Zusammenhang zwischen Piktogramm zu transportierendem Inhalt.



Ursprünglich transportierten die Buchstaben einen nachvollziehbaren bildlichen Inhalt, mit dem wichtige Informationen jener Zeit dokumentiert wurden.  
   
   
   
Das „S“ etwa symbolisiert das Landesgut, das sich in der Verwaltung der weltlichen oder kirch-lichen Landesherren befand. Wälder, Moore, Wildnis, Gebirge, Öden, ungenutzte Landschaften umschlangen die besie-delten Gemeinden, Güter, Städte und Stätten.      
Das „C“ bildet Verteidi-gungsanlagen nach; es befindet sich im „Sch“ und somit in Begriffen, die dem Schutz (z.B. Schuhe) dienen oder der Gemein-schaft (z.B. Schule).    
Der ursprünglichere Buchstabe „G“ ist vergleichbar mit dem Abbild von Wehranlagen. (s.a. Ringwall Burg Heeßel bei Wälle und Burgen).  
Der große Buchstabe „R“ setzt sich aus gebogenen und geraden Elementen zusammen. Der Bogen symbolisiert anfangs die Gemeinschaft, das Ide-elle, später auch die Herrschaft (König, Fürst, Bischof). Die Gerade symbolisiert das Indivi-duelle, was aber auch eine Stadt oder ein Graf sein kann. Im Recht beherrscht die Gemein-schaft das Individuelle.Das „U“ verweist auf offenes Land, auf  offenen Urwald; das Ur als Wildrind hatte keinen Eigentümer.






Das „O“ steht als Kreis für einen Ort, eine Gemeinschaft.  

Der Roland, eine Symbolfigur, die eine Rechtsposition vermittelt, beginnt mit dem Rechtskreis „Ro“; das Kreisrecht „or“ in Dorf zeigt eine abhängige Ordnung an.

Die Sage von Romulus, der seinen Bruder Remus tötet, beschreibt die Entstehung Roms als Wachstum auf Basis der Zerstörung seiner Umgebung.

Nicht wenige Orte  beinhalten das Suffix „sen“ ( Verlaufseinheit nutzen), das zudem auch noch in Flurnamen wie Hasenwinkel zu finden ist.

Eine Grenze kann als „sel“ benannt werden; das Suffix kommt bei Orten zwar seltener vor, ist aber häufig Bestandteil  bei Bezeichnungen von Bäumen und Vögeln (Hasel, Drossel, Amsel), die einen Bezug zur Grenze haben können.