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© Dieter Kist

Zeichen der Region

Zahlreiche Löwen schmücken die Wappen in der Region Hannover; die Einbindungen lassen sich über die Welfen nachvollziehen, die ihrerseits als Kaiser, Könige,  Fürsten sowie als Teil-Besitzer mit der Region verbunden waren b.z.w. sind (Besitzer). Dechiffriere (s.a. ABC) ich die Begriffe Löwen und Welfen, komme ich zu vergleichbaren Ergebnissen. Löwe(n): L = Größe, ö = Kreise,    w = v v = eintrichtern von e = Einheiten, n = nutzen; Welfen: W = , Weite (weitere), el = Einheit groß (=Umland) fen = Aktions-einheit-nutzen (s.a. ABC). Aber auch als Symbol der Freien diente der Löwe.

Das frühe Hannover hatte „Ärger“ (die Au wurde von den Hannoveranern gebraucht) mit den Betreibern der Burg Lauenrode (Lauen = aus dem Großen heraus genommene Aue; rode = Rechtskreis-detaileinheit) die letztendlich geschliffen werden durfte.

Das „X“ b.w. Kreuz aber auch Kreuz oder X mit Zierrat (s.a.  „Vielfalt der Begriffe“ bei Pferde), sowie sich kreuzende Gegenstände; diese Symbole der Teilhabe werden häufig im Wappen angewandt: Moorarbeitsgeräte für Altwarmbüchen, Moore wurden anteilig genutzt; Hacke und Sense für Hellendorf (Hel = aufgeteilte Großfläche, len = Lehn); Sensen für Katensen (ten = Teileinheit nutzen, sen = Verlaufseinheit nutzen); Kreuzende Baumstämme für anteilige Nutzung. Holtensen (s.a. Koordinatensystem bei Loh/Holz).

In einigen Wappen ist das Bergwerk-Emblem ⚒, zu finden. Ursprünglich genossenschaftlich organisiert, später konnten nur noch finanzkräftige Kaufleute/Adelige auf Grund der gestiegenen technischen Anforderungen, das Geschäft abwickeln.

Durch das Malzeichen wird die rechnerische Menge gemehrt, Rex (König) Zu- und Aufteiler (=X) der Rechtseinheiten (=Re)



In Stein gemeißelt sind symbolische Radkreuze aus der Steinzeit bekannt. Einige spätere Objekte fanden Eingang in die Wappengestaltung unserer Tage: Schloß Ricklingen, Hiddestorf, Almhorst, Alferde.
Sehr häufig besonders in der Wedemark z.B. Mellendorf, aber auch andere Städte und Ortsteile der Region, wie z.B. Burgwedel, Altmerdingsen, Hülptingsen haben sogenanntes Wolfsangel im Wappen. Die Nutzung des Eisens zum Wölfe jagen, halte ich für eine Mär. Die Eisen dienten, eingelassen in den Steinen eines Mauerwerkes zum stabilisieren dieser. (s.a. Natur und Umfeld bei Wolf) und waren somit ein Symbol des Zusammenhalts.    
Das Anwesen ( 1241 ) ( „? eine Markthalle “ )  von Johannes van dem Stenhus (Sten entspricht = stehen b.w. Stand) in der Kramerstraße, Ecke Leinstraße ursprünglich die Süd/Nord Fernstr. und aus Westen die ursprüngliche Straße über Linden; konnte ca. 170 Jahre vor dem Erbauen des Rathauses mit seinem ebenen  Waren-Geschoss (heute Keller) als Markthalle gedient haben. Später wurden noch weitere Flächen vor dem Steintor, z.B. das Steintorfeld genutzt bis hin zum Klagesmarkt. Und das durchaus auch zur Sicherheit; Markthändler die nicht unbedingt in der Stadt bekannt waren, blieben damit vor dem Tor. Mit dem Ausbau der Calenberger Neustadt wurde ein Weg als Steinweg (1608) zur Marktstraße. Einige Orte der Region haben entsprechende Verknüpfungen.  

Burgdorf, die zwei Eichen im Wappen haben keinen bedeutenden Hintergrund; seit 1940 wurden sie anstelle von Tannen aufgenommen. Zum Stadtteil Schillerslage passt namentlich und auch auf Grund der Waldungen ein Grenzverlauf. Gestorf, einst  der Hauptort im sächsichen Marstemgau und als solcher für die Gerichtsbarkeit zuständiges Symbol des inneren Zusammenhalts: die Linde. Ingeln, mit der Wüstung Dellum, an deren Eichenreihe im Wappen von Ingeln erinnert  wird; dieser Respekt ist sicherlich der Bedeutung der Eiche als Grenzbaum geschuldet. Aber auch eichen und Eichamt ist in diesem Kontext zu sehen. Scharrel, Jahrhunderte auch Scherle mit dem Forst Lindenburg, op Schar, Scher(e), Linde diese Begriffe weisen auf eine Grenze hin.  
Mühlen, die handwerkliche Industrie vergangener Tage. Beinhorn, das Gebäude der Moormühle stammt aus d.J. 1693 und wird heute für Event-Gastronomie genutzt; Bennemühlen, -len = Lehen, häufig mit Auflagen an die Nutzer gebunden wie Bannzwang.  Großburgwedel, die Freigrafschaft Burgwedel bot ihren freien Bauern Sonderrechte, vielleicht ergaben dass  bessere Möglichkeiten Mühlen wirtschaftlich zu betreiben. Göxe, hier sollen Jugendliche aus Stemmen einen Göxer-Urgestein durchs Dorf gerollt  haben bis er brach und wurden darauf hin verurteilt, Ersatz zu beschaffen. Der Mühlstein ist jetzt Mahnobjekt an der Lügensteinstraße, wie im Wappen abgebildet.