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© Dieter Kist

Beatmender CO2-Speicher

Die Natur fungiert in unserem Leben seit Millionen an Jahren unter anderem als ein lebenswichtiger Nahrungsgeber, als beatmendes Organ und auch als CO2 Speicher; aber auch mit Lebensfreuden sowie wirtschaftlich und kulturell. Nur eine intakte Natur kann die Existenz der Menschen absichern, sofern das für Acht-Milliarden überhaupt möglich ist (ca. 2023, laut wikipedia); zumindest fordert das besondere Anstrengungen. Wehe dem, das System kippt komplett.  

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, einen natürlich wachsenden Lebensraum für alles Leben (wieder) zu schaffen und nicht nur den egoistischen Wünschen der Menschen nachzugeben. Ebenso eine Landschaft im lückenlosen Zusammenhang zu haben und kein extrem schadendes, alles durchschneidendes Straßensystem. Der Hamburger Deckel über die Autobahn A7 besteht aus drei Tunneln  und hat eine Länge von 3.753m. Deckel, in diesen Fall zum Lärmschutz geplant und gebaut, können aber auch als Beispiel für ein zusammenhängendes Naturgebiet gesehen, geplant und gebaut werden, wie für das „Grüne Band“. Leider kreuzen ca. etwa 450 Straßen, die mehr oder weniger deutliche schädliche Wunden hinterlassen.


Hamburger Deckel - Stellingen -  Oströhre
CC BY-SA 4.0,  Wikipedia, Autor: Flor!an

Schon bevor der „Eiserne Vorhang“ der vergangenen DDR, der durch beherzte Bürger zu Fall gebracht wurde, fiel das Wirken der Natur durch eine erzwungene Brache auf. Mitarbeiter des Bundes und vom BUND aus Bayern dokumentierten die Besonderheit der Vogelwelt im Grenzstreifen (1979/80). Seit 1989  findet die  Realisierung zum Naturstreifen als „Grünes Band Deutschland“ statt. Ein fast 1400 km langer und 50-200m breiter Geländestreifen, der als Projekt durch Bundesministe-rium, Bundesländer, BUND, Vereine und Einzelpersonen realisiert, organisiert und verwaltet wurde und wird.


Karte Europa Grünes Band; CC BY-SA 3.0  Wikipedia, Autor: NordNordWest

Das Grüne Band ist auch Teil eines europäischen Grünen Bandes, vom norwegischen Eismeer bis an das türkische Schwarze Meer. Besonders nachhaltigen Sinn geben würden dann aber auch noch andere, auch flächendeckend querende Naturstreifen innerhalb Deutschlands  ergeben. Es müssen vorhandene geschützte Naturlandschaften einbezogen werden und andere Landschaften dem Schutz zugeführt werden. Anknüpfend an meisterhaftes museales Wissen vergangener Tage könnte historisches Wissen fixiert werden. Durch Universitäten und „überwachten“ Meisterbetrieben könnten die mit den beteiligten Institutionen zum Schutz und der Weiterentwicklung der in Vordergrund stehenden Natur auch durch Nutzung garantiert werden. Sicherlich wurden mit viel Mühe und Aufwand einige Verfehlungen der Vergangenheit in Punkto Fluss- und Bach-regulierung rückgängig gemacht; die großen Flussbegradigungen sind kaum  zu revidieren. Hochwasser geschaffene temporäre Gewässer sind z.B. der Lebensraum von Amphibien, Insekten, Pflanzen und haben weitere wichtige Aufgaben: das Wasser sinkt zum Grundwasser durch und wird auf diesem Weg gefiltert. Wird die Verweildauer des Wassers gekürzt, sinkt der Grundwasserspiegel; dieser ist  seit dem Mittelalter um einige Meter gesunken. Wenn in der Nähe von Flüssen Häuser gebaut werden, dürfte der Fluss nicht kanalisiert, eingedeicht werden,  sondern bestenfalls durch Aufschütten von  Siedlungshügel (Warften) auch dem Wasser einen notwendigen Raum gegeben werden. Eine Art von Schutz, die bereits vor mindesten 2300 Jahren im friesischen  Bereich der Tide (Gezeiten, Ebbe und Flut) angewandt wurde. Die Zufahrten können mit Viadukten oder Dammstraßen gewährleistet werden, diese müssen natürlich durchflutbar sein.



Katharinenheerd mit Martje Flohr's Wurt, Fritz Stoltenberg (1895) Gemeinfrei aus Wikipedia