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© Dieter Kist

Wie kaputt ist das System?

Die auf Grund ihrer Fähigkeiten sehr freien Tiere, die Vögel, müssen heutzutage nicht nur im Winter  gefüttert werden, sondern auch im Rest des Jahres. Krötenretter tragen Kröten über die Straße, um ein paar Exemplare zu retten, die dann ihrem Brutgeschäft nachgehen können. Ursache ist der rücksichtslose Zuschnitt der Natur auf die scheinbaren Bedürfnisse des Menschen. Ein bedeutender Grund dieser Entwicklung ist einerseits die Bevölkerungsentwicklung, die sich vom Jahre 0 bis 1500 ca. verzehnfacht hat und abermals bis heute ca. zehnmal mehr wurden. Dazu kommt ein erhöhter Raumbedarf, der sich für Wohnen, Arbeiten und auch auf Grund der Motorisierung nochmal verhundertfacht hat; so schätze ich, dass also insgesamt ca. 10.000 mal soviel Fläche versiegelt bebaut wurde wie im Jahre Null. Es ist nicht weither mit der Verantwortung der Menschheit an der Natur, also auch an den Menschen. Die Landschaft wird zersiedelt, die Tiere um ihren Lebensraum betrogen. Einige der 83 Millionen deutschen Menschen fühlen sich von den ca. 100 Wolfsrudeln (einschließlich Paare) aus den unterschiedlichsten Gründen existentiell bedroht und sprechen diesen Wesen ein Existenzrecht ab.


Albrecht Dürer - Das große Rasenstück, 1503



Die zersiedelnden Vorgarten der Familienhausbebauung werden in manchen Gegenden immer wieder  „Gastgeber“ der Nahrung suchenden Wildschweine. Das quält die Einwohner, wenn ihre „Betonrasen“ aus der Fasson gebracht werden.

Hier möchte ich ohne Hintergedanken sagen: „Grass ist schöner als Rasen“.



Gemeifrei; Autor: Eric Gaba (Sting), German version: Timk70 - NASA Astrobiology Institute

Aus Wikipedia/Domäne (Biologie)



Neben den oben genannten Beispielen gibt es aber auch noch relativ kleine Biotope, die Leben beherbergen und frei geben und so zur biologischen Vielfalt beitragen, auf die wir aber immer mehr verzichten (zum Glück?). Das Werden und das Vergehen der Milliarden Jahre alten Kleinstwesen wie Bakterien, Archaeen und   Eukaryota die immer eine wichtige Position im System hatten. Die wirtschaftlichen Haustiere, aber auch der Mensch verrichteten ihr sogenanntes Geschäft: auf der Weide, im Feld, auf der Straße, in Gruben auch auf dem „Donnerbalken“. Ein Kuhfladen wurde in kürzester Zeit von Kleinsttieren besiedelt, die ihrerseits einen wichtigen erkennbaren Beitrag zur Ernährung, z.B. der Vögel beitrugen. Eine Form der Gesundheitsvorsorge scheint bei einigen Tieren das Fressen von Kot der eigenen Art zu sein, um die Magenflora- und fauna weiter zu geben.  Allerdings gibt es zum Teil ergänzende Zusammenspiele, die nicht bekannt oder auch nicht ausreichend gewürdigt werden. So soll Kuhstallstaub vor Allergien (Kuh mit Heuschnupfen eine bizarre Vorstellung) schützen; hier wird wahrscheinlich die Immunisierung der Rindviecher, also von Säugetier zu Säugetier (Mensch) „weitergegeben“. Heute wird die Aufarbeitung durch Bakterien und Insekten mittels Kanalisation und Silos zum großen Teil verhindert. Während Joghurtkulturen in hygienisch separierten Räumen ihren Arbeitsanteil verrichten, kennt der junge Konsument kaum noch die einheimische Dickmilch (Setzmilch, Stockmilch, Sauermilch); Bakterien die aus der Umgebungsluft in der Milch ihren Anteil leisteten. Die schmelzenden Gletscher setzen  Bakterien und Viren frei; immer wieder entdecken forschende Wissenschaftler lebensfähige Subjekte, so 2007 ein acht Millionen Jahre altes Bakterium. Können damit Krankheitsepidemien wie  Pest, Pocken, Spanische Grippe ausgelöst werden?

Besonders „sauberes“ destilliertes  Wasser gefriert erst bei ca. -70°, das lebenbewährte Wasser bei 0°; das Volumen des Wassers ist bei 4° am Größten; heißt das, dass das eine Vorbereitung für ein schützendes Aufplustern der Bakterien vor das zu erwartende Einfrieren ist, um eine schützende Eisschicht zu bilden?



Gletscher in den Ötztaler Alpen von 1850

Hermann und Adolph Schlagintweit