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© Dieter Kist

Eigenversorgung

Fair mit den Produkten der Natur umzugehen, das könnte und müsste heißen, dass der Bedarf des täglichen Leben „errechnet“ und angepasst wird.  So könnten Milch und Käse, Fleisch, Eier sowie Gemüse und Obst und anders mehr in eigener Produktion erzeugt und genutzt werden. Der Umgang mit den „eigenen“ (der Gemein-schaft) zugehörigen Nutztieren  würde sicherlich einen anderen Umgang mit den Tieren zu Folge haben, als der in der Massentierhaltung; selbst der Umgang mit den Garten- und Feldprodukten würde von der Reife der Früchte abhängen und nicht von den Terminvorgaben der Discounter. Eine Form der dauerhaften Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen ist die auf biologische Vielfalt im Kreislaufverfahren beruhende Permakultur.

Aber auch die Sammler von „wilden“ Früchten und Kräutern könnten einen Ernährungsbeitrag



Veggie-Burger, ehrlich bis auf die Knochen.


leisten, der zudem einen kulturhistorischen Hintergrund hat, der zu pflegen ist. Also ein musealer Ansatz im Bereich des täglichen Lebens.

Das gilt auch für Materialien und Waren im handwerklichen und häuslichen Bereich und somit als doppelte Leistung. Wichtig ist aber auch, das andere Entwicklungen genutzt werden und keine starre Doktrinen entstehen.

So schön, wichtig und richtig es ist, die internationalen Speisen zu genießen, trotzdem sollte es möglich sein, dass sich lokale Eigenheiten herauskristallisieren. Es sollte nicht so sein, dass nur noch an der Reihung der Schnellrestaurants wie z.B. Mc Donald's, Subway oder KFC eine bereiste Stadt zu erkennen ist.


Chapulines Verkauf als Nahrungsmittel

Autor: Jan Harenburg; Wikipedia; CC-BY-4.0

Natürlich müssen kultivierende Aufzuchten genutzt werden; wie schon am Hof Ludwigs XIV, hier wurde der Pilzanbau der Champignons in organischem Kultursubstrat   eingeführt. Heute wird eine Vielzahl unterschiedlicher schmackhafter Pilze gezogen.  Neuere Verfahren wie: aus Fisch produzierender Aquakultur und der Pflanzenproduktion im künstlichen Becken der Hydroponik wurde die Fisch- und Pflanzenzucht Kombi-nation Aquaponik entwickelt. Fische wie z.B. Forellen, Welse, Barsche und Hechte können im Kontext der Wassernutzung Nährlösungen aus der Verdauung hinterlassen, die von Pflanzenarten z.B. Kräutern, Sala-ten, Nachtschattenfrüchten und auch Erdbeeren genutzt werden.

Aber auch andere neue Wege, z.B. Algenzucht, die hohen Anteil an Mineralstoffen, Spurenelementen und Kohlenhydraten gewährleistet. Auch Insekten sind nährstoffreich und ein häufiges Nahrungsmittel. Zwei Milliarden der Menschen essen regelmäßig Insekten, heute hauptsächlich in Afrika, Asien, Südamerika. Da kann man davon ausgehen, dass auch unsere Vorfahren diese Gliederfüßler verspeist haben. Auch wenn hier bereits Insekten mit/als Schokolade, Mehl, Burger und anders mehr angeboten werden, ist dieser sinnvolle „Genuss“ hier noch in der Probier-Phase. Neben den nachhaltigen Produktio-nen sind sie auch gesund und liefern hochwertiges Protein, Ballaststoffe und Mikronährstoffe.



Links ein Grapen, rechts ein Stielgrapen aus Hamburg um 1200–1400 n. Chr.  

Autor: Bullenwächter; Wikipedia; CC-BY-3.0


Auch eine umsichtige Nutzung der Lebensmittel führt zum effektiven Verbrauch. Heute setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die Blätter einiger Gemüsearten genossen werden können (z.B. Karotten und Kohlrabi). Auch das Kochen  mit Freunden, gar das Zubereiten von Essen in der „Gulaschkanone“ oder Dreibein ist zielführend sparsam.